Arbeitskräftenachfrage weiter dynamisch, Fachkräftemangel rückt ins Blickfeld

Erstellt am: 31.08.2021

Wolf und Dick: „Auch für die Besetzung der Ausbildungsplätze mangelt es an Bewerbern. Im Hinblick auf die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist das keine gute Nachricht“.

Die Arbeitslosenzahlen in Baden-Württemberg sind im August saisonbedingt leicht gestiegen. Rechnet man die saisontypischen Einflüsse heraus, liegt Arbeitslosenquote aber um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Wert. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter dynamisch. Neben den Lieferkettenproblemen rückt deshalb inzwischen auch der Fachkräftemangel wieder verstärkt ins Blickfeld der Unternehmen“, sagten Wolfgang Wolf und Peer-Michael Dick, die beiden Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), am Dienstag in Stuttgart: „Verschärfend kommt hinzu, dass durch coronabedingt fehlende Berufsorientierung der Schulabgänger auch die Besetzung der Ausbildungsplätze für die Betriebe schwierig ist. Im August wurde nach BA-Angaben in Baden-Württemberg ein Bewerberrückgang um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet. Im Hinblick auf die so wichtige Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist das keine gute Nachricht.“

Für eine Bewerbung sei es noch nicht zu spät, appellierte Dick an die Jugendlichen: „Der Einstieg in eine Ausbildung ist auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres am 1. September noch möglich. Die rechnerischen Chancen – also das Verhältnis von Angebot und Nachfrage – sind für die jungen Menschen seit Jahren nicht mehr so günstig gewesen wie jetzt.“ Noch bis Oktober seien attraktive Ausbildungsplätze zu erhalten, bemerkte Wolf. „Wer seine Bewerbung allerdings auf nächstes Jahr verschieben will, riskiert auf einen intensiveren Wettbewerb mit den Schulabgängern des Jahres 2022 zu treffen“, warnte er.