Arbeitgeber unterstützen Hochschulen im Land bei Forderung nach besserer Finanzierung

Erstellt am: 08/27/2019

Dr. Dulger: „Die Schere der Unterfinanzierung unserer Hochschulen muss wieder geschlossen werden“.

Die Arbeitgeberverbände in Baden-Württemberg haben die Landesregierung dazu aufgefordert, die Unterfinanzierung der Hochschulen im Land zu stoppen. „Die Finanzierung unserer Hochschulen hat mit den steigenden Studierendenzahlen nicht Schritt halten können“, sagte Dr. Rainer Dulger, Präsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg, am Dienstag in Stuttgart: „Die Schere der Unterfinanzierung darf sich nicht noch weiter öffnen. Sie muss vielmehr nun durch den anstehenden Hochschulfinanzierungsvertrag II geschlossen werden.“

Im Jahr 2001 lag die finanzielle Ausstattung der Hochschulen pro Studierendem preisbereinigt mit 8.800 Euro noch rund 1.300 Euro über dem heutigen Niveau. „Insbesondere die Hochschularten, die in den vergangenen Jahren in besonderem Maße den notwendigen Ausbau der Studienplätze geschultert haben, sind dabei immer weiter ins Hintertreffen geraten“, kritisierte Dulger.

Die Arbeitgeber unterstützen die Forderung der Hochschulen nach 1.000 Euro mehr pro Studierendem für alle Hochschularten. In einem zweiten Schritt müsse zudem eine kennzahlenorientierte Dynamisierung dieser Landesmittel folgen.

Der Landesarbeitgeberpräsident verwies auf die anstehenden Umwälzungen und Herausforderungen der baden-württembergischen Wirtschaft wie Digitalisierung und Klimaschutz: „Wenn wir unser hohes Innovationsniveau und damit Wohlstand und Beschäftigung in unserem Land langfristig sichern wollen, brauchen wir dafür ein exzellentes, leistungsfähiges Hochschul- und Wissenschaftssystem. Ohne eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung ist dieses jedoch gefährdet.“ In den aktuellen Verhandlungen des Hochschulfinanzierungsvertrags II müsse den Hochschulen daher eine langfristig verbesserte Planungsperspektive vor allem in der Grundfinanzierung gegeben werden.