Arbeitgeber: Handelsauseinandersetzungen belasten Wirtschaft zunehmend, mit zeitlichem Abstand auch Arbeitsmarkt

Erstellt am: 31.07.2019

Dick: „Neue EU-Kommission muss schnell Plan vorlegen, wie wirtschaftliche Basis und Wachstum gestärkt werden können“.

Arbeitsmarkt zeigt auch im Juli eine stabile Verfassung.

Arbeitsmarkt zeigt auch im Juli eine stabile Verfassung.

vergroessern

Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zeigte sich auch im Juli noch in einer stabilen Verfassung. „Allerdings machen sich die negativen Einflüsse der von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelsauseinandersetzungen bei unseren Unternehmen zunehmend negativ bemerkbar. Das wird mit zeitlicher Verzögerung auch unseren Arbeitsmarkt belasten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Peer-Michael Dick, am Mittwoch in Stuttgart: „Angesichts der erratischen Handelspolitik der USA ist es umso wichtiger, dass die Europäische Union zusammensteht. Da ist es ein gutes Zeichen, dass sich der Europäische Rat und das Europäische Parlament mehrheitlich hinter Ursula von der Leyen als neuer EU-Kommissionpräsidentin versammeln konnten.“

Entscheidend werde nun sein, dass es der EU-Kommission gelingt, einen Freihandelsvertrag mit den USA zu vereinbaren, um die drohenden US-Sonderzölle auf europäische Kraftfahrzeug-Exporte zu verhindern, betonte Dick. „Außerdem muss die neue EU-Kommission schnell einen Plan vorlegen, wie die wirtschaftliche Basis und das Wachstum in Europa gestärkt werden können“, forderte der Hauptgeschäftsführer der Spitzenvereinigung der baden-württembergischen Arbeitgeberverbände: „Wir erwarten hier eine strategische Industriepolitik, die es der europäischen Wirtschaft erlaubt, in dem sich verschärfenden Wettbewerb mit den USA und China zu bestehen.“ Zudem müsse die Kommission noch besser gegen Protektionismus im EU-Binnenmarkt vorgehen, beispielsweise was Entsendungen von Arbeitnehmern in die anderen EU-Mitgliedstaaten angeht.