Arbeitgeberpräsident: Robuste Arbeitskräftenachfrage verschärft Fachkräfte-Engpässe im Südwesten

Erstellt am: 03/29/2019

Dulger: „Fachkräfteeinwanderungsgesetz darf nicht länger im Bundestag blockiert werden“

Die Arbeitslosenzahlen im März 2019.

Die Arbeitslosenzahlen im März 2019.

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Die Arbeitslosenzahlen sind in Baden-Württemberg im März weiter gesunken. „Trotz einer sich eintrübenden Konjunktur gibt es weiter eine robuste Nachfrage nach Arbeitskräften. Damit verschärfen sich die Fachkräfte-Engpässe im Südwesten weiter“, sagte der baden-württembergische Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger am Freitag in Stuttgart: „Deshalb dürfen das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sowie das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung nicht länger im Bundestag blockiert werden. Union und Sozialdemokraten müssen sicherstellen, dass die Gesetze wie geplant zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten können.“

Wichtig sei zudem, dass die beiden Gesetzentwürfe im parlamentarischen Verfahren nicht aufgeweicht werden. „Die beiden Gesetzentwürfe sorgen in ihrer jetzigen Form für die richtigen Weichenstellungen für eine gesteuerte Zuwanderung zur langfristigen Deckung des Fachkräftebedarfs unserer Unternehmen“, betonte der Arbeitgeberpräsident: „So wird insbesondere mit dem Wegfall der Beschränkung auf Engpassberufe und der Vorrangprüfung der Zugang für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten zum deutschen Arbeitsmarkt deutlich erleichtert.“ Zentral sei auch, dass es dabei bleibe, dass schon eine Teilanerkennung eines Berufsabschlusses zu einer Aufenthaltserlaubnis führen kann.

Auch die langen Wartezeiten bei den Botschaften und Ausländerbehörden seien zentrale Hemmnisse für die Zuwanderung von Fachkräften nach Deutschland und Baden-Württemberg, erklärte Dulger: „Notwendig ist deshalb auch eine deutliche personelle Verstärkung in den Visastellen, insbesondere bei den Auslandsvertretungen und den Ausländerbehörden.“