Arbeitgeber lehnen SPD-Forderung nach kostenlosen Kita-Plätzen in Baden-Württemberg ab

Erstellt am: 01/07/2019

Küpper: „Zahlenmäßiger Ausbau der Kita-Plätze und Qualitätssteigerung müssen weiter im Vordergrund stehen“

Zum heute vorgestellten Plan der baden-württembergischen SPD, Unterschriften für ein Volksbegehren zur kostenlosen Kinderbetreuung bis zum Schuleintritt zu sammeln, erklärt der Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Stefan Küpper: „Die Forderung nach einer generellen Kostenfreiheit ist die falsche Schwerpunktsetzung. Vielmehr müssen weiterhin der zahlenmäßige Ausbau der Kita-Plätze, flexible Betreuungszeiten und die Qualitätssteigerung im Vordergrund stehen. Eine generelle Kostenfreiheit würde aber zu einer erheblichen Kostenbelastung für die öffentliche Hand führen. Nach Schätzung des Städtetags Baden-Württemberg beläuft sich der Betrag auf 730 Millionen Euro. Der von der SPD ins Spiel gebrachte Einsatz von Bundesmitteln aus dem ‚Gute-Kita-Gesetz‘ zur Gegenfinanzierung wäre jedoch ein Eigentor. Er würde dazu führen, dass diese Mittel nicht mehr für Investitionen in die Qualitätssteigerung zur Verfügung stehen. Zudem sind die Bundesmittel befristet.“