HAW-Absolventenbefragung

Erstellt am: 05/02/2018

Die Arbeitgeberverbände im Südwesten sehen in den exzellenten Übergangszahlen von Absolventen der baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in den Arbeitsmarkt einen Beleg für die hohe berufliche Relevanz dieser Hochschulart. Laut neuesten Zahlen gelang 94 Prozent der suchenden baden-württembergischen HAW-Absolventen im unmittelbaren Anschluss an ihr Studium der Einstieg ins Berufsleben.

„Der hohe Praxisbezug der Lehrinhalte und die Praxiserfahrung der Lehrenden an den HAW sind ganz wichtige Bestandteile dieses Erfolgsmodells“, sagte Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg, am Mittwoch in Stuttgart.

Verbesserungsbedarf sieht Küpper aber noch bei der Vermittlung unternehmerischen Denkens, die von den baden-württembergischen HAW-Absolventen in der jüngsten Befragung als unzureichend bewertet wird. „Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf, um die Studenten noch stärker zu befähigen und zu ermutigen, den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit zu wagen“, erklärte der Arbeitgebervertreter: „Die Entwicklung von Gründerkultur muss daher als Daueraufgabe der Hochschulen verstanden werden.“ Punktuelle und zeitlich befristete Programmfinanzierungen reichten hier nicht aus. „Die Landespolitik ist gefordert, beim Thema Gründerkultur an Hochschulen weitere Akzente zu setzen, damit das Gründerland Baden-Württemberg hier nicht den Anschluss verliert“, forderte Küpper.