Arbeitgeber begrüßen Überlegungen zur Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende und Zweitstudium

Erstellt am: 07.10.2016

STUTTGART – Die Arbeitgeber Baden-Württemberg begrüßen bekannt gewordene Überlegungen der Landesregierung zur Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende und für ein Zweitstudium.

„Einnahmen aus Studienbeiträgen werden in vielen Ländern durch die Hochschulen sehr erfolgreich zur eigenen Profilbildung und zur Verbesserung der Qualität der Lehre genutzt. Es wäre daher richtig, wenn auch Baden-Württemberg das Potenzial einer sozialverträglichen Beteiligung internationaler Studierender an den steuerfinanzierten Kosten ihres Studiums nutzen würde“, erklärte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg, anlässlich der in der Öffentlichkeit kursierenden Pläne und einer Pressemitteilung der GRÜNEN-Fraktion am Freitag.

Ein Teil der Einnahmen müsse dann aber direkt bei den Hochschulen zur Verbesserung der intensiven Betreuung der internationalen Studierenden verbleiben, so Dick. Dies biete die Chance, die Internationalisierung der Hochschulen zielgerichtet fortzuentwickeln und über bessere Betreuungsangebote an den Hochschulen die weit überdurchschnittlich hohe Abbruchquote bei internationalen Studierenden zu senken.

Die diskutierte Einführung von Studienbeiträgen für ein Zweitstudium - nach einem abgeschlossenen Erststudium - wird durch die Arbeitgeber Baden-Württemberg ebenso begrüßt. „Ein Zweitstudium dient in der Regel der weiteren persönlichen Entwicklung und führt zu einem höheren individuellen Lebenseinkommen. Der bisherige Verzicht auf Studiengebühren überträgt allen Steuerzahlern die Kosten, die Erträge verbleiben beim einzelnen Studienabsolventen. Die nun diskutierte Beteiligung der Studierenden an den Kosten ihres Studiums ist gerecht“, sagte Dick.

Bei der Entwicklung eines dauerhaft tragfähigen Gesamtkonzepts der Hochschulfinanzierung halten die Arbeitgeber Baden-Württemberg eine sozialverträgliche, nachgelagerte Beteiligung der Studierenden an den Kosten des Studiums weiterhin für unverzichtbar. „Die nun diskutierten Vorschläge können nur ein Schritt in die richtige Richtung sein“, sagte Dick.