Schäuble: "Einstieg des Bundes in dauerhafte Finanzierung von Spitzenforschung ist Meilenstein für Hochschulen im Land"

Erstellt am: 17.06.2016

STUTTGART – Die Arbeitgeber in Baden-Württemberg haben die gestrige Einigung von Bund und Ländern auf die neue Exzellenzstrategie für Spitzenforschung, dem Nachfolgeprogramm der bisherigen Exzellenzinitiative, begrüßt. „Baden-Württemberg ist das erfolgreichste Land in der Exzellenzinitiative. Die neue Vereinbarung bietet die Chance, dass dies auch im Rahmen der Exzellenzstrategie so bleibt“, sagte Karl Schäuble, Vizepräsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg, am Freitag in Stuttgart.

Das Nachfolgeprogramm stelle einen guten und ausgewogenen Kompromiss zwischen den Interessen der Länder und des Bundes dar, erklärte Schäuble: „Der Einstieg des Bundes in die dauerhafte Finanzierung von Spitzenforschung ist ein wichtiger Meilenstein in der Fortentwicklung der Hochschulen im Land. Sie bedeutet einen deutlichen Schritt nach vorne zu mehr Planungssicherheit in der Spitzenforschung.“

Die 2006 gestartete, bislang rund 4,6 Milliarden Euro teure Exzellenzinitiative läuft Ende kommenden Jahres aus. Noch in diesem Sommer sollen für das Nachfolgeprogramm die Ausschreibungen für bis zu 50 Forschungsprojekte als Exzellenzcluster beginnen. Im Juli 2019 sollen dann die elf neuen Elite-Universitäten feststehen. Mit Heidelberg, Konstanz und Tübingen befinden sich derzeit drei von insgesamt elf Elite-Universitäten in Baden-Württemberg. Seit 2006 flossen nach Angaben der Landesregierung 834 Millionen Euro Bundesmittel ins Land.

Die Nachfolgeregelung für die Exzellenzinitiative war zuletzt noch einmal in Gefahr geraten, weil Hamburg Widerstand leistete und Einstimmigkeit aller Beteiligten erforderlich war. Der Stadtstaat befürchtete, dass der am 22. April dieses Jahres in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gefundene Kompromiss die Verteilung der Exzellenzuniversitäten zementieren könne. Der gestern gefundene Kompromiss sieht nun vor, dass die elf Elite-Hochschulen der ersten Förderphase nach sieben Jahren gründlich evaluiert werden. In jedem Fall sollen dann vier Hochschulen neu zum Zuge kommen. Wenn weniger als vier der bisherigen Exzellenzuniversitäten aus der Förderung ausscheiden, soll die Zahl der Förderfälle über elf hinaus erhöht werden.