Start-Ups stärker fördern

Erstellt am: 15.11.2018

Bayern investiert mehr in Start-Ups.

Bayern investiert deutlich mehr in Start-Ups als Baden-Württemberg.

vergroessern

Die grün-schwarze Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben: "Unser Ziel ist es, Baden-Württemberg zum dynamischsten Gründerland in Europa zu machen." Ein hehrer Plan, den wir befürworten.

Wenn die Landesregierung ihr Ziel erreichen möchte, müssen aber die Rahmenbedingungen für junge Gründer deutlich verbessert werden. Der Start-Up-Monitor 2018 zeigt nämlich, dass Baden-Württemberg als Standort- und Gründungs-Hotspot bundesweit nur den vierten Platz belegt, hinter Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern. Gegenüber 2017 verzeichnet das Land nur eine unwesentliche Verbesserung um 0,2 Prozentpunkte.

Damit Gründungen erfolgreich zum Fliegen gebracht werden, müssen Bürokratiehürden abgebaut und Steuern gesenkt werden. Mehr Unterstützung benötigen die Gründer bei der Kapitalbeschaffung.

Daher begrüßen wir den landeseigenen Venture Capital-Fonds. Allerdings sehen wir Bedarf, diesen auszubauen. Denn die Einbindung privater Kapitalgeber stärkt zwar die Wirkkraft des Wagniskapitals, ersetzt aber keinesfalls ein klares haushaltspolitisches Bekenntnis der Landesregierung zur Start-Up-Förderung.

Das Bekenntnis ist aber dringend notwendig, denn bei der Höhe des Wagniskapitals schneidet Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern schlecht ab: So investiert das Land Bayern Haushaltsmittel in Höhe von 30 Millionen Euro in den „Wachstumsfonds Bayern”. Baden-Württemberg dagegen stellt im „VC Fonds Baden-Württemberg“ vier Millionen und im neuen Wagniskapitalfonds LEA Venturepartner fünf Millionen Euro Haushaltsmittel bereit.