Schule: G8 statt G9

Erstellt am: 15.11.2018

G8 und G9: Wege zur Hochschulreife

vergroessern

Kritiker von G8 befürchten, dass die Verdichtung des Lehrstoffs die Kinder stark belasten und negative Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung nach sich ziehen könnte. Zudem würden außerschulische Bereiche wie das Vereinsleben unter der starken schulischen Einspannung der Schüler leiden. Hierfür gibt es keine wissenschaftliche Evidenz. Das flächendeckende achtjährige Gymnasium (G8) hat sich bewährt. So ist laut Bildungsbericht 2018 kein bedeutsamer Kompetenzunterschied zwischen G8 und G9 feststellbar.

Deshalb: Wir halten Kurs auf G8, denn die Parallelität der Angebote G8 und G9 ist in Baden-Württemberg überflüssig und teuer. Es gibt bereits heute Wege, die Hochschulreife in neun Jahren zu erwerben (G9). Möglich macht das die Durchlässigkeit von Werkreal-/ Real-/ Gemeinschaftsschulen bis hin zu beruflichen Gymnasien. Und sie wird gut genutzt: Derzeit werden 40 Prozent aller allgemeinen Hochschulzugangsberechtigungen an beruflichen Gymnasien erworben.

Anstatt also weiter teure Parallel-Wege zu gehen und G9-Gymnasialzüge auszubauen, plädieren wir dafür, dass die Landesregierung die Ressourcen dazu nutzt, die Unterrichtsqualität zu erhöhen.