Schulcheck 2016: Klar zum Gymnasium G8 bekennen

Erstellt am: 08.09.2016

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Problem:

Zum Schuljahr 2004/2005 führte die damalige schwarz-gelbe Landesregierung unter Ministerpräsident Erwin Teufel das achtjährige Gymnasium (G8) flächendeckend in Baden-Württemberg ein. Seitdem gibt es aber immer wieder Stimmen aus Politik sowie Eltern- und Lehrerverbänden, die eine Wahlmöglichkeit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium (G9) fordern. Durch die Verdichtung des Lehrstoffs bliebe den Jugendlichen bei G8 zu wenig Freizeit, argumentieren die Kritiker. Dies habe negativen Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden. Zudem würden außerschulische Bereiche wie das Vereinsleben unter der starken schulischen Einspannung der Schülerinnen und Schüler leiden, so die G8-Gegner.

Lösung:

Die Durchlässigkeit von Werkreal-/ Real-/ Gemeinschaftsschulen hin zum beruflichen Gymnasium bietet bereits heute eine attraktive Möglichkeit, die Hochschulreife in neun Jahren zu erwerben. So werden aktuell bereits 40 Prozent aller allgemeinen Hochschulzugangsberechtigungen in Baden-Württemberg an beruflichen Gymnasien erworben. Vor diesem Hintergrund wäre eine Wahlmöglichkeit zwischen allgemeinbildenden G8- und G9-Gymnasien schlicht überflüssig und zudem teuer. Nach Auffassung der Arbeitgeber Baden-Württemberg sollte das allgemeinbildende Gymnasium daher ausschließlich in der achtjährigen Form angeboten werden. Die verfügbaren Ressourcen sollten besser für eine Erhöhung der Unterrichtsqualität eingesetzt werden, anstatt für einen zusätzlichen flächendeckenden Ausbau von G9-Gymnasialzügen.