Schulcheck 2016: Informationstechnische Grundbildung aubauen

Erstellt am: 08.09.2016

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Problem:

Smartphones, soziale Netzwerke und Apps: Kaum sind diese Medien in der Mitte der Gesellschaft angekommen, geistern schon wieder neue Schlagworte durch den Raum, die die einzelnen Facetten der Digitalisierung beschreiben. Plötzlich ist von Virtual Reality, Chatbots und Industrie 4.0 die Rede. Die Digitalisierung schreitet voran und neue Medien beeinflussen immer mehr den Alltag der Gesellschaft. Während die Nutzeroberfläche dieser Medien meist noch mit überschaubarem Aufwand zu bedienen ist, steckt in den Backends hochkomplexe Technik, die ein hohes Maß an informationstechnischem Grundwissen erfordert. Experten, wie beispielsweise Telekom-Chef Timotheus Höttges, fordern deshalb Reformen im Schulsystem. „Programmiersprachen gehören in die Lehrpläne. Sie sind mindestens genauso wichtig wie Multiplizieren, Lesen und Fremdsprachen“, so Höttges.

Lösung:

Die Arbeitgeber Baden-Württemberg haben im Rahmen der Bildungsplanreform schon früh darauf hingewiesen, dass die ebenfalls wichtige Medienbildung alleine noch nicht ausreicht, um den dringend notwendigen Kompetenzaufbau in Informationstechnischer Grundbildung (ITG) und Informatik sicherzustellen. Von Beginn an haben die Arbeitgeber ein verpflichtendes Stundenkontingent für die Informationstechnische Grundbildung in der Sekundarstufe I eingefordert. Denn nur so kann das Bildungsziel des mündigen „Informationsbürgers“ erreicht werden. Der nun vorgesehene Basiskurs in Klasse 7 und Wahlmöglichkeiten in den Klassen 8/9/10 bieten dafür einen guten Einstieg. Weitergehende Modelle mit einem höheren verpflichtenden Stundenanteil sollten auf der Grundlage der Erfahrungen mit dem neuen Modell geprüft werden.