Schulcheck 2016: Ganztagsschulangebote breiter verankern

Erstellt am: 08.09.2016

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Problem:

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist im Südwesten keine ganz einfache Aufgabe. Denn es mangelt an Ganztagsangeboten für den Nachwuchs. Während deutschlandweit im Schuljahr 2014/2015 rund 38 Prozent der Schüler der Klassen eins bis zehn eine Ganztagsschule besuchten, waren es in Baden-Württemberg gerade mal rund 21 Prozent. Im Kindergartenbereich landete Baden-Württemberg mit einer ähnlich niedrigen Ganztagsquote sogar auf dem letzten Platz in ganz Deutschland. Angesichts des demografischen Trends ist es für die künftige Fachkräftesicherung im Südwesten aber unabdingbar, dass beide Elternteile verstärkt Vollzeit arbeiten. Das geht jedoch nur mit einer entsprechenden Ausstattung an Ganztagsplätzen.

Lösung:

Mit der Verankerung des Ganztagsschulangebots für Grund- und Gemeinschaftsschulen im baden-württembergischen Schulgesetz hat Baden-Württemberg einen ersten Schritt zu mehr Ganztagsbetreuung getan. Nach Auffassung der Arbeitgeber Baden-Württemberg muss die Landesregierung nun aber auch die anderen weiterführenden Schularten gleichberechtigt in den Blick nehmen. Gymnasien, Real- und Werkrealschulen brauchen Rechtssicherheit, wenn es um die Einrichtung von Ganztagsschulangeboten geht. Denn neben einer verbesserten Vereinbarkeit von Schule und Beruf tragen Ganztagsschulen auch dazu bei, die Qualität der Bildung durch mehr individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen.