Schulcheck 2016: Berufsorientierung mit Leben füllen

Erstellt am: 08.09.2016

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Problem:

In Deutschland gibt es über 340 Ausbildungsberufe und mehr als 18.000 Studiengänge. Häufig fehlt den Schülern aber das Wissen darüber, was in einem Beruf konkret gefordert wird und wie der berufliche Alltag aussieht. Die Folge ist der hohe Anteil von Ausbildungsabbrüchen von bundesweit 24,9 Prozent. An den Hochschulen sieht es ebenfalls nicht besser aus. Hier liegt die Zahl von Studienabbrüchen sogar bei knapp 30 Prozent im Bachelorstudium. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig eine zielgerichtete Berufsorientierung schon an den Schulen ist.

Lösung:

Mit der „Leitperspektive berufliche Orientierung“ und dem eigenen Schulfach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ hat die Landesregierung eine Grundlage geschaffen, Berufsorientierung zum integralen Bestandteil individueller Förderung zu machen. Bei der Umsetzung sind insbesondere die Gymnasien gefordert, denn hier ist das Thema zur Zeit noch unterrepräsentiert. Da heute fast die Hälfte eines Schülerjahrgangs auf dieser Schulart ist, muss hier dringend nachgebessert werden. Dabei kommt es entscheidend darauf an, die schulische Lernwelt mit außerschulischen Lern- und Praxiserfahrungen in der Wirtschaft zu verknüpfen. Die Arbeitgeber Baden-Württemberg bieten hier über das von ihnen getragene Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT eine Plattform für die Zusammenarbeit.