Zumeldung zur Reform der Lehrerausbildung: Arbeitgeber Baden-Württemberg begrüßen Umstellung auf Bachelor und Master

Erstellt am: 12/03/2013

Küpper: „Bezüge zur Arbeitswelt und Berufsorientierung verbindlich in der Ausbildung verankern“

STUTTGART – Die Arbeitgeber Baden-Württemberg begrüßen die geplante Umstellung der Lehrerausbildung im Land auf Bachelor- und Masterstudiengänge.„Damit ist eine unserer zentralen Empfehlungen für eine qualitativ hochwertige Lehrerausbildung berücksichtigt“, sagte Stefan Küpper, Geschäftsführer Bildung der Arbeitgeber Baden-Württemberg, am Dienstag in Stuttgart: „Die Zugangsberechtigung zum weiterführenden Masterstudium darf nicht automatisch mit dem Bachelor erfolgen. Vielmehr muss die Qualität über ein angemessenes Auswahlverfahren sichergestellt werden.“

Aus Sicht der Arbeitgeberverbände im Land ist die Lehrerausbildung der zentrale Schlüssel für die Qualität von Schule und Unterricht. Diese messe sich letztlich auch am erfolgreichen Übergang der Schulabgänger in Ausbildung und Beruf. „Dafür braucht es Pädagogen, die die nachschulische Zeit im Blick haben. Deshalb müssen Bezüge zur Arbeitswelt und Berufsorientierung verbindlich in der Lehrerausbildung verankert werden“, forderte Küpper. Mit Blick auf das Thema Inklusion sei es begrüßenswert, dass einerseits die Sonderschulpädagogik als Studiengang erhalten bleibe, andererseits sonderpädagogische Inklusionskompetenzen in allen Studiengängen vermittelt werden sollen.

Die Arbeitgeber Baden-Württemberg regen zudem an, die Kooperation von Universitäten und pädagogischen Hochschulen in der Lehrerausbildung auszubauen. „Dies stellt sicher, dass schulische Praxis sowie didaktische und methodische Inhalte in der Lehrerausbildung durchgängig gestaltet werden. Und es bietet die Möglichkeit, fachwissenschaftliche und pädagogische Ausbildung optimal zu kombinieren“, sagte Küpper. Weiter fordern die Arbeitgeber im Land, die innerdeutsche Durchlässigkeit der Lehrerausbildung zu gewährleisten, so dass Lehrer auch beruflich länderübergreifend mobil bleiben können.