Mensch & Maschine: Arbeitsplatz der Zukunft

Arbeitsplatz 4.0, Digitalisierung, Mensch und Roboter, Sensortechnik,

Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

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Häufig kommen im Zusammenhang mit dem Thema Digitalisierung Fragen auf, wie sich Arbeit und Arbeitsplätze durch die Zusammenarbeit von Menschen und Robotern generell verändern wird. Gibt der Mensch noch die Richtung vor, oder wird der Mensch zum Handlanger des Roboters?

Neue, bessere Sicherungssysteme und Sensortechnik machen Einhausungen von Robotern zunehmend überflüssig und erlauben, dass Mensch und Roboter quasi „Hand in Hand“ arbeiten. So kann etwa beim Schweißen von Großkonstruktionen das lange und aufwändige Vorrichten entfallen. Der Roboter bringt selbst die schwersten Teile dynamisch passend zum Schweißen in Position. Aber auch bei Montagelinien stehen Mensch und Roboter nebeneinander und übergeben sich die jeweils bearbeiteten Teile.

Sensortechnik und Big Data bei der Bedienung und Steuerung von Maschinen ermöglicht, den Produktionsprozess in Echtzeit zu überwachen und zu optimieren. Dabei helfen selbstlernende Systeme. Dies gilt ebenso für Logistik- und Dienstleistungsprozesse. Über Sensoren können Kommissionier- und Servicewege optimiert und beschleunigt werden, so dass sich Lieferzeiten und Servicequalität entsprechend erhöhen.

Moderne Sensortechniken und Assistenzsysteme, z. B. Datenbrillen, können auch speziell für Menschen mit Behinderungen bzw. Förderbedarf die vollwertige Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen.

Beim Arbeitsschutz können solche Systeme rechtzeitig vor zu hohen Belastungen und Gefährdungen warnen oder ungünstige Belastungen ganz vermeiden. Beispiele sind: Roboter als Hebe- und Tragehilfe, physiologische Parametererkennung und -überwachung in Feuerwehrbekleidung.

Aktuell zeichnet sich kein Trend ab, der dem Menschen den Dirigentenstab nimmt: Der Einsatz von Robotern in der deutschen Industrie ist zwar gestiegen (zwischen 2012 und 2014 um 9%), jedoch teilen die meisten Beschäftigten einer IW-Studie zufolge nicht die Sorge, dass sie durch technischen Fortschritt ersetzt werden. Dagegen glaubt mehr als jeder Zweite, dass sich seine eigene Leistung durch neue Technologien erhöht hat.