Unfallhäufigkeit auf historischem Tiefstand

Die Unfallhäufigkeit ist auf den niedrigsten Wert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen gesunken. Diese Kennzahl ergibt sich aus der Zahl der Unfälle unter 1.000 Vollarbeitern. 2014 gab es auf 1.000 Vollarbeiter nur 23,2 Arbeitsunfälle und damit um 1,3 % weniger als 2013 (23,5). Die Arbeitgeber begrüßen diesen Trend. Er zeigt, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Wirtschaft gelebt wird. Die ständigen Rufe der Politik oder von Gewerkschaften nach Verschärfungen im Arbeitsschutz sind daher unverständlich.

Die Bundesregierung hat Ende 2015 ihren Bericht über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vorgelegt. „Der Bericht dokumentiert deutlich, welch hohes Niveau Arbeitsschutz und -sicherheit in Deutschland mittlerweile haben“ sagt Kai Schweppe, Geschäftsführer Arbeitspolitik der Arbeitgeber Baden-Württemberg, „und es wird weiter steigen“.

Die Ergebnisse zeigen, dass trotz steigender Erwerbstätigenzahl die meldepflichtigen Arbeitsunfälle (-0,6 %) sowie die Wegeunfälle (-6,3 %) zurückgegangen sind. Bei den tödlichen Arbeitsunfällen war dagegen eine Zunahme zu verzeichnen. Diese sind gegenüber 2013 auf 450 gestiegen. Das entspricht gegenüber dem historischen Tiefstand von 2013 einer Zunahme von 31 Arbeitsunfällen (+ 7,4 %). Die tödlichen Wegeunfälle haben sich dagegen auf 277 reduziert (- 3,8%).

Die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit haben sich leicht reduziert (-0,4 %), während sich die Anzahl der anerkannten Berufskrankheiten (+3,1 %) sowie der neuen Berufskrankheitenrenten (+ 7,3 %) erhöht hat. Auch die Todesfälle infolge einer Berufskrankheit haben (+4,8 %) zugenommen. „Der grundsätzliche positive Trend im Arbeitsschutz und -sicherheit zeigt sich aber auch hier“, erläutert Schweppe: „Da sich Berufskrankheiten über längere Zeiträume entwickeln, spiegeln die Berufskrankheitenrenten nicht das aktuelle Niveau bei Arbeitsschutz und -sicherheit wider, sondern das von gestern.“