MINT in der Hochschule

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist gefährdet durch den Mangel an Nachwuchs in den MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften ist ein strukturelles Problem, das schon heute als Wachstums- und Innovationsbremse einen hohen Wertschöpfungsverlust für die deutsche Volkswirtschaft verursacht – mit steigender Tendenz. Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands lässt sich langfristig nur sichern, wenn dem Fachkräftemangel in den MINT-Fächern entschlossen entgegen gewirkt wird. Die Fachkräftelücke bei MINT-Akademikern ist nach Berechnungen des IW Köln bis 2020 nur beherrschbar, wenn jüngste Erfolge bei Akademisierung, Zuwanderung und Beschäftigung Älterer verstetigt werden können. (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft)

Auch wenn der Ersatzbedarf durch die Stärkung des Angebots an MINT-Akademikern gedeckt werden sollte, so stellt die Expansion der innovationsgetriebenen Branchen eine weitere Herausforderung dar. Bleibt die Expansionsdynamik auf dem aktuellen Niveau bestehen, dürften die aktuellen Absolventenzahlen nicht ausreichen, um den Gesamtbedarf zu decken. Die Sicherung und Erweiterung der Fachkräftebasis ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Deutschland die Chancen der Digitalisierung und Industrie 4.0 umfassend nutzen und somit Wertschöpfung am Standort Deutschland sichern kann.