Gemeinschaftsschule

Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule im Jahr 2012 wurde in Baden-Württemberg bildungspolitisches Neuland beschritten. Die Arbeitgeber Baden-Württemberg begleiten diesen Prozess von Beginn an konstruktiv-kritisch. In zwölf Punkten wurden Anforderungen an die Gemeinschaftsschule formuliert, die bis heute aktuell sind.

Mit aktuell 299 Gemeinschaftsschulen ist die neue Schulform mittlerweile flächendeckend in Baden-Württemberg vorhanden. In Kürze werden die ersten Schülerinnen und Schüler die Gemeinschaftsschule verlassen und sich für Praktika und Ausbildungsplätze bewerben. Anders als in den anderen Schularten werden zum Schulhalbjahr und zum Schuljahresende Lernentwicklungsberichte anstatt Zeugnisse verwendet. Diese enthalten eine differenzierte Verbalbeurteilung. Noten werden nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern und im Abschlusszeugnis ausgewiesen. Bewerben sich Schülerinnen und Schüler aus der Gemeinschaftsschule vor dem Abschlussjahr, enthält der Lernentwicklungsbericht also nicht zwingend Noten.

Damit der Abschlussjahrgang der Gemeinschaftsschule mit gleichen Chancen wie die Absolventinnen und Absolventen aus anderen Schulformen starten können, hat das Kultusministerium gemeinsam mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit eine Broschüre herausgegeben, die Personal- und Ausbildungsverantwortliche umfassend über den Lernentwicklungsbericht der Gemeinschaftsschule informiert.