Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement verfolgt das Ziel, Arbeit und Organisation, aber auch das Verhalten von Mitarbeitern gesundheitsfördernd zu gestalten. Hierfür werden betriebliche Rahmenbedingungen unter die Lupe genommen, Strukturen und Prozesse entwickelt.

BGM

Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)?

vergroessern

Neben der Erfüllung von gesetzlichen Vorgaben zum Arbeitsschutz (AS) und zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) bieten Unternehmen häufig auch Maßnahmen zur freiwilligen betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) an. Die Arbeitgeber Baden-Württemberg begrüßen dieses Engagement, wenngleich die Erhaltung der Gesundheit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzusehen ist.

  1. Eine gute Gesundheit dient vorrangig dem Einzelnen. Jeder ist für seine Gesundheit verantwortlich. Arbeitnehmer verbringen mehr als vier Fünftel ihrer Zeit außerhalb des Unternehmens und somit außerhalb des Verantwortungsbereichs des Arbeitgebers. 
  2. Die öffentliche Gesundheitsressourcenförderung muss in Kindergärten, Schulen und Hochschulen verbessert werden. 
  3. Die freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers zur Gesundheitsförderung sollten von der Steuer- und Sozialversicherungspflicht vollständig befreit werden. 
  4. Anreize müssen geschaffen werden, die den Unternehmen eine betriebliche Gesundheitsförderung erleichtern.

Betriebliche Gesundheitsförderung nur freiwiliig

Die betriebliche Gesundheitsförderung muss für die Unternehmen strikt freiwillig bleiben. Die Arbeitgeber müssen stets die Möglichkeit haben, auf aktuelle unternehmensspezifische Bedarfe zu reagieren. Deshalb sind hier klare Grenzen zwischen gesetzlichem Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung zu ziehen.

Daher lehnen die Arbeitgeber Baden-Württemberg alle Erwägungen ab, die

  • die formalisierte betriebliche Mitbestimmung ausweiten,
  • eine finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer bei freiwilligen Maßnahmen verbieten,
  • Fördermaßnahmen außerhalb der Arbeitszeit verbieten,
  • Maßnahmen von Unternehmen normieren und zertifizieren

Kooperationsvereinbarung mit der Rentenversicherung

Zusammen mit der Rentenversicherung (DRV) wollen die Arbeitgeber Baden-Württemberg einen gemeinsamen Beitrag zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement leisten, damit Arbeitnehmer das Rentenalter möglichst gesund und aktiv erreichen.

Per Vereinbarung haben die Partner bekräftigt,  noch intensiver zu kooperieren, um betriebliche Gesundheitsmaßnahmen besser mit den präventiven und Reha-Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung zu vernetzen.

Stellt sich beispielsweise im Rahmen eines BEM heraus, dass ein Mitarbeiter Rehabilitationsleistungen braucht, um wieder fit zu werden, kann sich der Arbeitgeber an den Firmenberater der Rentenversicherung wenden. Die auf den Arbeitgeberservice der DRV spezialisierten Fachleute vermitteln die richtigen Kontakte, so dass schnell geholfen werden kann – egal ob der Mitarbeiter bei der DRV Baden-Württemberg oder der DRV Bund rentenversichert ist.

Downloads

Typ Dokument (Dateiname) Dateigröße
pdf BGM Leitfaden.pdf 4,5 MB